HELMUT KOLLE (1899–1931). Ein Deutscher in Paris
29. Mai bis 25. September 2011

Als junges Talent im Paris der 1920er Jahre feierte der deutsche Maler Helmut Kolle (Charlottenburg 1899–1931 Chantilly) glänzende Erfolge: Namhafte Kollegen, Kritiker und Sammler rühmten die außergewöhnliche Qualität seiner Kunst.

Kolles Porträts und Selbstbildnisse, seine Bilder von Jockeys, Soldaten, Boxern und Stierkämpfern faszinierten das Publikum: Auf einzigartige Weise verschränkten sie neusachliche Tendenzen der deutschen Kunst mit französischer Eleganz und Malkultur. Zugleich spiegelten sie ein zeitgemäßes, vielschichtiges Menschenbild – kraftvoll und sensibel, vital und verletzlich.

Bis heute fesseln die Werke, die Kolle in seinen wenigen Lebensjahren schuf, durch malerische Raffinesse, kompositorische Prägnanz und koloristisches Feingefühl. Erstmals seit sechzig Jahren sind sie nun wieder in Hamburg zu sehen. Dank einer engen Zusammenarbeit mit den Kunstsammlungen Chemnitz–Museum Gunzenhauser und privaten Sammlungen zeigt das Ernst Barlach Haus bedeutende Gemälde aus den Jahren 1922 bis 1931.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog bei Edition Minerva, München (298 Seiten mit 140 farbigen Abbildungen, gebunden, 32 Euro).

Selbstbildnis im Jagdkostüm I, um 1930, Privatsammlung Hamburg
Der Abschied des Matrosen, 1923, Kunstsammlungen Chemnitz–Museum Gunzenhauser
Sitzender Mann mit Vogel, um 1927, Galerie Vömel, Düsseldorf
Arena mit Stierkämpfer und sterbendem Stier, um 1930, Galerie Vömel, Düsseldorf
Großes Stillleben, um 1928, Privatsammlung Hamburg
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