HANS ARP. FIGURINEN
Werke aus der Fondazione Marguerite Arp, Locarno
14. Juni – 27. September 2009

Als Dadaist und Surrealist, Wort- und Bildkünstler gehört Hans Arp (Straßburg 1886–1966 Basel) zu den Pionieren der Moderne; seine Kunst der biomorphen, organisch gerundeten Formen ist so prägnant wie facettenreich. Arps Sinn für Witz und Leichtigkeit, für das Offene und Wandelbare kennzeichnet nicht nur sein Werk, sondern auch sein Arbeiten: Spielerisch schneidet oder reißt er Formen aus Papier und entwickelt aus diesem Fundus Collagen, Reliefs und Plastiken.

Seit den 1950er Jahren widmet sich Arp immer wieder der menschlichen Figur: Aus Hunderten von Scherenschnitten entsteht eine faszinierende Parade der Kugelmänner und Amphorenfrauen, Kopffüßler und Flügelwesen. Die Ausstellung begleitet den Künstler durch sein überbordendes Figurentheater, folgt seinen motivischen Variationen über Gattungsgrenzen hinweg – und zeigt den späten Arp dabei als unermüdlichen Schöpfer lebendiger Formen.

Die Ausstellung versammelt mehr als 200 Scherenschnitte, Zeichnungen, Collagen, Reliefs und Plastiken. Der begleitende Katalog ist im Steidl Verlag erschienen (104 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, gebunden, 25 Euro).

Zwölf Scherenschnitte, 1960er Jahre
Die drei Grazien, 1961
Poupée aux éléments déchirés, 1962
Idol, 1962
Ohne Titel, 1964
Der Nabelsohn, 1957
Alle Werke: Fondazione Marguerite Arp, Locarno
© Fondazione Marguerite Arp, Locarno/VG Bild-Kunst, Bonn 2009;
Fotos: R. Pellegrini, C. Reguzzi
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